» Artikel: Der Grabstein – Symbol der Erinnerung

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Das Grabmal ist ein Denkmal, das in erster Linie für den Verstorbenen errichtet wird um ihn in angemessener Weise zu ehren. In zweiter Instanz ist es ein Ort für Hinterbliebene. Für sie ist ein fester Ort der Bestattung wichtig, um ihre Trauer besser zu verarbeiten. Wenn kein Bestattungsort festzumachen ist, ist es für die Trauernden schwieriger ihren Schmerz zu bewältigen.

Um ein angemessenes Erinnern und somit auch „Trauerverarbeitung“ zu ermöglichen, ist ein individueller Grabstein als Symbol der Erinnerung wichtig. Das Grabmal sollte auf die Einzigartigkeit des Verstorbenen verweisen. Der Grabstein sollte weder anonym noch standardisiert sein, sondern persönliche Daten des Verstorbenen zeigen. Name, Geburts- und Sterbedatum sind die Mindestvoraussetzung dafür. Darüberhinaus können individuelle Merkmale wie beispielsweise Beruf oder Hobby auf dem Stein festgehalten werden. Dies sollte jedoch nur dann gemacht werden, wenn Beruf oder Hobby wahrer Lebensinhalt für den Verstorbenen war. Sinnsprüche oder Verse, die auf den Charakter des Verstorbenen zutreffen, sind ebenfalls eine gute Möglichkeit persönliche Atmosphäre zu schaffen.

Man sollte jedoch bei der Grabgestaltung nicht nur die Individualität hervorheben, das Grabmal sollte sich noch in das Gesamtbild der Friedhofsanlage fügen können. Somit ist Fingerspitzengefühl gefragt, um die Gratwanderung zwischen Einzigartigkeit und Anpassung zu meistern. Hierbei können Grabmalschaffende helfenden Rat geben.

Geschrieben von Hubert Többen; veröffentlicht am 07.04.2008

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